Auszüge aus der Studie über Infrarotheizungen
des Biophysikalischen Prüflabors Paul Sommer
Auszüge aus der Studie über Infrarotheizungen
des Biophysikalischen Prüflabors Paul Sommer
Angesichts der ständig zunehmenden elektromagnetischen Strahlenbelastung in unserer Umwelt werden Elektrosmog freie Zonen immer wichtiger. Ob und wann Strahlung zur Belastung wird, tritt bei den ihnen ausgesetzten Menschen nicht einheitlich zu Tage. Die Anzeichen können sich unterscheiden und es kann mehrere Jahre dauern, bis sie überhaupt deutlich in Erscheinung treten. Deshalb ist die Entwicklung und Benutzung von strahlungsarmen technischen Geräten ein wertvoller Beitrag zum Schutz vor der zunehmenden Stresserhöhung des Organismus durch Elektrosmog.
Die Raumheizung mit elektrischer Energie galt bisher deshalb als umstritten, weil:
•die Intensität elektrischer und magnetischer Felder sich im Wohnumfeld erhöht und
•bei der Herstellung von Strom im Kraftwerk bis zur Umsetzung der Energie zu Heizzwecken beim Endverbraucher etwa 2/3 der Energie ungenutzt verloren gehen.
Aufgabenstellung der Untersuchung war es daher zu prüfen, in welchem Maße Infrarot-Heizpaneelen die strengen gesundheitlichen Vorsorgewerte an strahlungsarme elektrische Systeme erfüllt, die an die Auszeichnung mit dem Prüfsiegel der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmogforschung gestellt sind.
1.1. Wirkungsweise einer Infrarotheizung
Als Infrarotstrahlung (kurz IR-Strahlung) bezeichnet man in der Physik elektromagnetische Wellen im Spektralbereich zwischen 780 µm bis 1.000.000 µm. Dieser Bereich langwelliger Strahlung gehört zum nicht sichtbaren Lichtspektrum und ist ein Teil der Wärmestrahlung.
Neuere Forschungen lassen vermuten, dass für die Anwendung von Infrarotheizungen als Strahlungsheizung für den Wohnraum weitere Aspekte berücksichtigt werden müssen, als der Energieverlust bei der Herstellung und dem Transport von Strom. Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier aus Nürnberg sieht zunächst die Behaglichkeit als oberstes Ziel der Heiztechnik [Meier, Raum&Zeit, 2006]. Die physikalischen Grundlagen einer klassischen Konvektions-Heizung und der Infrarotheizung sind völlig verschieden. Der positive Effekt der Strahlungsheizung mit Infrarot Heizpaneelen stützt sich auf folgende wissenschaftliche Grundlagen [Meier, 2006]:
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•Wärmestrahlung als Infrarotstrahlung ist Bestandteil des gesamten Spektrums elektromagnetischer Strahlung,
die sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen.
•Die als Infrarotstrahlen für Heizzwecke in Frage kommenden Wellenlängen liegen im schmalen Band zwischen 3
und etwa 50 μm. Eine elektromagnetische Beeinträchtigung der Gesundheit ist bei der Wärmestrahlung
auszuschließen. Elektrosmog liegt nicht vor.
• Jede Fläche ist in der Lage, Wärmestrahlen aufzunehmen (Energiegewinn durch Absorption) und auszusenden
(Energieverlust durch Emission). Eine höher temperierte Fläche gibt an die niedriger temperierte Fläche Energie
durch Strahlung ab. Durch den Strahlungsaustausch gleichen sich die Oberflächentemperaturen im Raum an. Es
entstehen einschließlich der Möbel gleichmäßig temperierte Flächen.
•Wärmestrahlung erwärmt keine Luft, sondern nur feste und flüssige Körper. Die Raumluft ist durchlässig für Wärmestrahlung (diatherm) und bleibt deshalb kühl und angenehm. Es entsteht praktisch keine Konvektion. Die Temperatur der Raumumfassungsflächen liegt höher als die Raumtemperatur, Kondensat und Schimmel an
wärmeren Raumflächen sind ausgeschlossen.
• Infolge der ruhenden Luft (keine Staubaufwirbelung) wird eine geringe Luftwechselrate ermöglicht.
•Eine Wärmestrahlung mit einer Wellenlänge größer als 2,7μm durchdringt kein normales Glas, die
Wärmestrahlung verbleibt im Raum. Weiter nächste Seite